Viele Herz-Kreislauf-Erkrankungen entwickeln sich bekannterweise aus ungesunden Ernährungsgewohnheiten und einem unregelmässigen Lebensstil, was eine bestehende genetische Belastung noch verstärken kann.

Das Herz ist nicht nur eine Pumpe, die ca. 75 mal in der Minute schlägt, sondern es ist der Sitz der Seele, der Urquell all unserer Emotionen wie Freude, Glück und Liebe, Traurigkeit und Frustration. Das Hegen und Pflegen des «emotionalen» Herzens steht also an oberster Stelle, denn Prana, die Lebenskraft, hat den Sitz im Herzen. Mentaler und emotionaler Stress können dem Herzen grossen Schaden zufügen. Geistige Entspannungstechniken können besänftigend und ausgleichend wirken, wenn es in den Gefühlen einmal drunter und drüber gehen sollte. Die ayurvedischen Kräuter Arjuna, Brahmi und Ashwagandha sind für ihre positiven Wirkungen auf die Gefühlsebene bekannt.

Das Positive kultivieren

  • Wenn möglich, sollte man Stress-Situationen vermeiden und sich um das geistige und emotionale Wohlbefinden aktiv bemühen.
  • Innere Ruhe, Stärke und eine positive Einstellung vermehren Ojas (Vitalessenz, das feinste Stoffwechselprodukt), was Zufriedenheit, Vitalität und auf lange Sicht Langlebigkeit fördert.
  • Tun Sie jeden Tag etwas, das Freude bringt und den Gefühlen gut tut, z.B. die Schönheit der Natur bewundern, sich am Duft der ersten Blumen erfreuen, eine entspannende Tasse Kräutertee mit Ihren Lieben auf dem Balkon oder im eigenen Garten geniessen, mit dem Hund spazieren gehen, ein paar Blumen pflanzen, Musik hören.

Essen Sie richtig

Der wohl wichtigste Schritt zu einem gesunden Herzen ist die richtige Ernährung, was in einer Welt, die von Schnellgerichten und Essen-zum-Mitnehmen geprägt ist, kein leichtes Unterfangen ist.Es gibt jedoch kleine Dinge, die man «beherzigen» kann, um die Ernährung herz-freundlicher zu gestalten:

  • Wählen Sie frische Lebensmittel anstelle von Fertiggerichten oder Aufgewärmtem sowie leichtes und frisch gekochtes anstelle von kalten, rohen und schweren Gerichten.
  • Essen Sie nicht zu viel und nehmen Sie sich Zeit, die Mahlzeit zu geniessen.
  • Essen Sie zu regelmässigen Zeiten, denn das trainiert die Verdauung.
  • Das Abendessen sollte nicht nach 19 Uhr eingenommen werden und möglichst leicht sein
  • Achten Sie auf die ausreichende Zufuhr von Omega-Fettsäuren
  • Reduzieren Sie stark fetthaltige, schwer verdauliche Speisen und tierische Fette.

Befreiung von Ama

Befreien Sie Ihren Körper in regelmässigen Abständen von Ama, den unverdauten Schlackenstoffen.

  • Trinken Sie schluckweise heisses, abgekochtes Wasser über den Tag verteilt oder heissen Ingwertee, der den Stoffwechsel anregt.
  • Verwenden Sie geeignete ayurvedische Kräuter.
  • Essen Sie Lebensmittel, die ballaststoffreich sind wie Getreide, Nüsse, Gemüse und Obst.
  • Gehen Sie früh zu Bett, idealerweise um 22 Uhr. Ausreichend Schlaf ist ein wichtiger Faktor, um Bluthochdruck, Stimmungstiefs und anderen Herzrisiken vorzubeugen. Laut Ayurveda ist genügend Schlaf zur Gesunderhaltung genauso wichtig wie die Ernährung.
  • Stehen Sie früh auf.
  • Vermeiden Sie Alkohol, Zigaretten und andere Genussmittel.
  • Treiben Sie regelmässig Sport.
  • Jeden Tag ein strammer Spaziergang, Nordic Walking oder Radfahren für 30 Min. am Morgen reichen schon aus, um den Kreislauf, in Schwung zu bringen und vital in den Tag zu starten. Beginnen Sie mit einigen «Sonnengrüssen» zum Aufwärmen.
  • Ölmassagen regen den Kreislauf an und verbessern den Muskeltonus; mit einigen Tropfen Rosen-oder Aromaöl wirken sie kühlend und besänftigend.
  • Achten Sie auf Ihr Gewicht.
  • Führen Sie regelmässig eine Panchakarma-Kur durch, denn die Beseitigung von Toxinen und die Öffnung der Zirkulationskanäle (Srotas) im Körper trägt dazu bei, auch bereits entstandene Folgebeschwerden der Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Erschöpfung, Müdigkeit, Durchblutungsstörungen und Bluthochdruck zu lindern.
  • Es gibt Nahrungsergänzungen, deren Komposition mit Kräutern und Vitaminen eine positive Wirkung auf die normale Herzfunktion haben. Ihr Ayurveda Arzt berät Sie gern!